DENA ENERGIEBERATER BAFA

ENERGIEBERATUNG IN BERLIN

 

Energieberatung KFW
Dipl. Ing. Basir Rahmaty
Großbeerenstr. 109
14482 Potsdam

FAX 03212-1025332

Bausachverständiger
Dipl. Bauing. Schmalfuß

Geygerstr. 6
12043 Berlin
 

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Kosten Thermografie & Wärmebilder 129€ mit Infrarotaufnahme am bei Energieberatung für Haus in Berlin im Angebot!

Haben Sie zu hohe Heizkosten und Wärmeverluste? Beispiel für Wärmebilder mit einer Thermografiekamera im Kinderzimmer an einem Pferd in der Ecke. Mit einer Infrarotaufnahme lassen sich auch undichte Fenster auswerten. Im zu kalten Bad lassen sich Wärmebilder erstellen und mit Infrarot-thermografie Wärmeverluste nachweisen.

Wir sind seit über 13 Jahren als Sachverständige für Schäden an Gebäuden tätig: Wir finden die Ursache von Bauschäden durch Feuchte, Schimmel und Wärmeverluste. Wir arbeiten auch als Energieberater in Berlin.
Der
Blower Door Test entscheidet über hohe Heizkosten oder niedrige Heizkosten der nächsten Jahre: 1500€ oder 800€. Mit einer Infrarotkamera kann die Einhaltung des Wärmeschutzes nach der Wärmeschutzverordnung, bzw. ENEV nachgewiesen werden. Das Auswerten der Thermografie mit einer Wärmebildkamera macht die Wärmestrahlen eines Bauteiles sichtbar. Die Bauthermografie erstellt Wärmebilder in einem Thermografie Gutachten zur Auswertung der Hausisolierung, die Heizung und die Installation der Heizungsrohre.

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Wärmebrücke am Fenster Fugenverlust, mangelnde Luftdichtheit
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Industriethermografie Leck suche
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Gebäudethermografie am Bau zum Aufspüren von Wärmebrücken bei Energieberatung in Berlin


Kältebrücke - Blowerdoor- Leckagen - Undichtigkeit - Wärmeverlust - Gebäudethermographie- Schimmel

+ zur kurzen Energieberatung in Berlin rufen Sie mich bitte den Energieberater an 030-74699970 +

 

Blowerdoor Test - Thermographie - Elektrothermografie

Warum eine Infrarotaufnahme mit Wärmebildern und Auswertung von Ihrem Haus?

Anwendung der Wärmebildkamera de.wikipedia.org/wiki/Wärmebildkamera
In der Bauthermografie wird das Verfahren zur Prüfung der Wärmedämmung von Häusern, zur Gebäudediagnostik/Energieausweis und Kontrolle von Flachdächern, zur Strukturanalyse des Mauerwerks, zur Feuchte-Detektion in Wänden und Dächern und zur Lokalisierung von Rissen in Rohrleitungen eingesetzt.
In der Industrie und Fertigung werden Wärmebildkameras beispielsweise zur Messung der Verteilung der Verlustleistung an elektronischen Baugruppen und zur Prüfung elektrischer Anlagen und mechanischer Systeme verwendet.

Die schönen bunten Bilder vom Haus sind Thermogramme und die zeigen mit tollen Farben, wo Wärme aus dem Haus raus geht.

Jetzt bietet unser Thermografie Energieberater eine Thermografie Aktion inklusive Energieberatung an. Das geht nur in der kalten Jahreszeit vom Oktober bis zum März, denn dann können die Wärmeverluste eines Hauses mit der Thermografie besser sichtbar gemacht werden. Interessant ist das Angebot für alle, die sich über eine energetische Verbesserung Gedanken machen. Alle, die mit hohen Heizkosten kämpfen oder die verdeckten Bauschäden an ihrem Haus aufdecken kommen wollen. Die machen mindestens vier Außenaufnahmen von dem Gebäude. Diese werden dann analysiert und sind die Grundlage für die anschließende Energieberatung vor Ort. „Die ist besonders wichtig, damit aus den Thermogrammen auch die richtigen Schlüsse gezogen werden“, erklärt Bush. Die Beratung werde ausschließlich von Architekten und Bauingenieuren durchgeführt. „Die haben das große ganze im Blick und denken nicht aus der Perspektive eines einzelnen Gewerks“, sagt Bush. Neben der Qualifikation der Energieberater sei auch der Aspekt der Neutralität sehr wichtig. Energieberatungen gebe es inzwischen zwar jede Menge, aber oft sei die Grenze zu einem Verkaufsgespräch sehr fließend. Das sei bei der Verbraucherzentrale natürlich anders.

Die Thermografie an Ihrem Haus in Berlin, Darstellung der Thermogramme, mit Energieberatung kostet 129€.

Die Beratung bezieht sich aber nicht nur auf die Auswertung der Infrarotthermogramme, sondern umfasst das vollständige Energiekonzept des Hauses, also auch ob der alte Heizkessel getauscht werden muß. Der Energieberater gibt auch Tipps zu Sanierungsmaßnahmen und Förderungsmöglichkeiten über die Förderbank KfW.

Mittels der Gebäudethermografie in der Gebäudediagnostik können Feuchteschäden an Wänden, am Flachdach, Fugenverluste an Fenstern und die Feuchtigkeit in einer undichten Fußbodenheizung sichtbar gemacht werden. Die Wärmebilder sind ähnlich einer Feuchtemessung.

Die Gebäudethermographie auch Infrarot- Thermografie ist eine Möglichkeit zur bildlichen Darstellung der Wärmeabstrahlung, die für den Mensch unsichtbar ist.
Schwerpunkte der Thermogramme sind das Bauwesen, die Industrie, die Medizin und die Elektrotechnik.
Anwendung ergeben sich zum Finden von Wärmeverlusten & der Leckageortung.
Attest thermischer Schwachpunkte, Luftleckagen, Zugstellen des Gebäudes, Zugluft an Türen, Fenstern & Zugluft an Steckdosen, Finden von Heizungsrohren der Fußbodenheizung, Leckortung und Aufspüren der versteckten Versorgungsleitungen, der Risse in Putz, Bewehrungslagen, verputztem Fachwerk, Ursachen von durchfeuchtetem Mauerwerk.

In der Industriethermografie bzw. Industriethermographie kann unter Einsatz der Infrarotmesstechnik / Infrarottechnik mittels Infrarotsensor die Infrarotstrahlung zur Untersuchung von Leckstellen, der Oberflächentemperatur, des Leitungsverlaufes und der Isolierung von Rohren, der Kältebrücken, zur Leck suche und für Luftleckagen / Luftdichtheitstest verwendet werden. Ein Thermograf / Thermograph liefert eine Thermographie mit der Wärmebild- Kamera: Wärmebilder der Wärmeabstrahlung von Wärmebrücken zur Ermittlung von Wärmeverteilung & Wärmeverlusten. Er ist dadurch Sachverständiger für Luftdichtheit und Infrarot. Eine Wärmebildkamera, welche Infrarotbilder aufnimmt, hilft auch bei Wasserschaden und Wärmeverlusten durch Zugluft. Bei Instandhaltung einer Tiefgarage im Grundwasser ist ein Thermogramm hilfreich. Es macht die Leckageortung einfach. Luftleckagen durch Undichtigkeit werden durch die Messtechnik mit Blower door und Infrarotdetektor schnell sichtbar. Mit Infrarot-Messtechnik kann die Temperatur und der Taupunkt auf Wänden zum bauphysikalischen Nachweis von Schimmelpilz festgestellt werden. Der Wärmefluss wird verfolgt. Wärmebilder der Infrarot-Thermografie dienen der Qualitätssicherung und zeigen Luftdichtheit, einströmende Kälte, eine mögliche Leckage (Leckortung) an einer defekten Rohrleitung auf. Jede unzulässige Temperaturerhöhung an einem Schaltschrank einer Elektroanlage kann in einer Inspektion durch Infrarotthermographie / Infrarotthermografie sofort gezeigt werden. Eine Infrarot -Kamera mit guter Optik kostet ~ 20.000 ?. Der Sachverständige beweist mit dem Wärmebild der Infrarotthermographie gute oder schlechte Wärmedämmung, die Wärmeleitfähigkeit, die Ursache von Schimmel und z.B. luftdichte Anschlüsse. Jede einzelne Wärmeleitung einer Wärmebrücke wird nachgewiesen. Die Wärmebildtechnik mit Thermografiekamera dient als Nachweis gegen den Baupfusch!

 

Voraussetzungen für eine Thermografie bzw. Wärmebilder:

Es muß Temperaturdifferenzen geben, also sollte es Winter sein!
Sie sollten gut heizen!
Oder im Hochsommer kann ein kühler Raum gemessen werden.

Bitte lüften Sie vor der Messung nicht oder nur kurz.
Halten Sie die Räume gleichmäßig warm.

Voraussetzungen für einen Blower door Test:

Wie groß ist das Haus? ~Länge x ~Breite x ~Höhe?
Der Raum sollte luftdicht abschließbar sein!
Alle Türen,Fenster, Bodenluke und die letzte Decke drin?
Katzenklappe, der Kamin und Abluft der Küche mit Messen?

Blower-Door-Test geht nach dem Differenzdruck-Messverfahren. So heißt der offizielle Begriff in Wikipedia.
Ich zitiere weiter:
"Das Ziel eines jeden Bauvorhabens sollte es sein, eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen und die dafür eingesetzte Energie zu minimieren. Dazu ist es notwendig, eine relativ luftdichte Außenhülle an jedem Gebäude zu schaffen. In der deutschen DIN 4108, Teil 7 etwa wird der „Einbau einer luftundurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche“ gefordert. Durch einen Ventilator mit kalibrierter Messblende für den geförderten Volumenstrom wird Luft in das zu
untersuchende Gebäude gedrückt oder herausgesogen. Der drehzahlgeregelte Ventilator wird so eingestellt, dass zum Umgebungsdruck eine Druckdifferenz von 50 Pa (Pascal) entsteht. Druckdifferenzen entstehen auch natürlich, wenn z. B. Wind weht; 50 Pa entsprechen etwa Windstärke 5. Der Ventilator wird mittels eines verstellbaren Metallrahmens, der von einer luftundurchlässigen Plane umgeben ist, in eine Tür- oder Fensteröffnung eingesetzt. Dabei drückt sich der Rahmen über Gummidichtungen im Tür- oder Fensterrahmen fest. Durch die Messung in einer Tür kam der Name Blower-Door-Test (deutsch: Gebläse-Tür-Messung) zustande. Die Tür oder das Fenster, in der die Messeinrichtung eingesetzt wird, kann dann natürlich nicht mit gemessen werden. Da es oft sehr wichtig ist, auch die meist großen Haustüren mit zu messen, kann für den Einbau des Blower Door- Gerätes auch z. B. eine Balkontür verwendet werden.
Messinstrumente bestimmen die Druckdifferenzen, welche das Gebläse erzeugt und die Luftmengen, die der Ventilator transportiert. Die Drehzahl des Ventilators wird so geregelt, dass sich ein bestimmter Druck zwischen Außen- und Innenraum aufbaut. Dabei muss er bei der Unterdruckmessung soviel Luft nach außen befördern, wie durch die vorhandenen Leckstellen in das Gebäude eindringt. Der gemessene Luftstrom wird durch das Volumen des Gebäudes geteilt. Diesen Wert, die Luftwechselrate n50, kann man nun mit anderen Gebäuden und Normen vergleichen.
Das Blower Door Verfahren bietet die Möglichkeit:
Lage und Stärke der Undichtigkeiten zu bestimmen (qualitativ) Luftstrom (V50 in m³/h) durch die Summe aller Leckagen bei einem Prüfdruck von 50 Pa (quantitativ) zu ermitteln Stündliche Luftwechselrate (V50 / V Raum = n50) bei 50 Pa zu messen Aus den gesamten Ergebnissen des Über- und Unterdruckes des Gebäudes wird die mittlere Luftwechselrate (n50-Wert) errechnet. Dieser gibt an, wie oft sich die Luft in dem gemessenen Gebäude durch Luftleckagen bei einem Referenzdruck von 50 Pa erneuert. Ein n50-Wert = 2,5 h-1 bedeutet, dass die Luft in dem Gebäude bei einer
Druckdifferenz von 50 Pa in einer Stunde 2,5 mal durch Luftundichtigkeiten austauscht wird. Der genaue Ablauf der Messung ist in DIN EN 13829 geregelt.
Für eine Blower Door Untersuchung an einem Einfamilienhaus vor Ort muss eine Zeit von ungefähr 3 Stunden veranschlagt werden. Nach Abschluss der Messungen und der eingehaltenen Luftwechselrate bekommt der
Hausbesitzer ein Zertifikat über die Qualität der gemessenen Gebäudehülle."
Aus den Leckagen, also den Löchern kann man auf die Energieverluste schließen und Einsparungen vorschlagen.

Muster Infrarotthermografie über  EIN DEFEKTES Heizsystem der Markenfirma „…..“ kurz vor der Insolvenz

Eingesetzte Messtechnik:
Infrarotthermogr. FLIR ThermaCAM S60
Luftfeuchteuchte/ Voltcraft HT 200
Temperaturmessung Voltcraft K102
Strömungsmessungen Thermoanemometer
AIRFLOW
Anwesende: Herr Kunde X = Auftraggeber
Beobachtungen und Ergebnis:

Durch den Auftraggeber wird bemängelt, dass die Räume in dem Messobjekt nicht
ausreichend beheizt werden. Er habe beobachtet, dass es nicht möglich sei, trotz stark eingestellter Heizung, eine Fußbodenkälte in den Räumen zu vermeiden. Warme Luft sammle sich unterhalb der Decken der Räume.
Bei der in dem Gebäude installierten Heizungsanlage handelt es sich um eine Warmluftheizung die mit einem Wärmetauscher und manuell zuschaltbaren elektrischen Zusatzheizungen in den Zuluftöffnungen der Räume betrieben wird. Die Zuluftöffnungen befinden sich an den Innenwänden der einzelnen Räume, oberhalb der Türen (als Höhenvergleich).

Augenscheinlich nicht direkt beheizt werden der Flur/ Treppenhaus und das Bad im
OG.
Zur Feststellung der Wärmeverteilung in den Räumen wurde vor IR Messbeginn die
Heizung insgesamt mit voller Leistung ca. 1h laufen gelassen.
Die IR Messung zeigte, dass sich in allen untersuchten Räumen unterhalb der Decke
ein Bereich mit warmer Luft bildet.
Der Temperaturgradient (gemessen im Wohnzimmer in AW Nähe) zwischen der Lufttemperatur
in Bodennähe /Bild 1 und der unterhalb der Decke / Bild 2 betrug 8,8°C bei
einer Lufttemperatur oberhalb des Bodens von 19,5°C
Die Thermografien (Messblätter als Anlage) zeigen in allen untersuchten Räumen eine ausgeprägte Warmluftansammlung oberhalb der Ebene OK der Türen. Eine Umwälzung der Warmluft in den Räumen ist nicht festzustellen.
Die Temperaturen insbesondere in den DG Räumen liegen im oberen Raumbereich
teilweise weit über 30°C obwohl in Bodennähe nur Temperaturen um 20°C trotz auf
Volllast laufender Heizung gemessen werden konnten.
Die Heizungsanlage bläst bei dieser Einstellung Luft mit Temperaturen mehr als 70°C ein( MB001a). Trotz dieser Feststellung werden in Bodennähe keine Temperaturen über 20°C festgestellt.
Die Ursache hierfür liegt in der Anordnung der Warmluftaustritte oberhalb der Ebene
OK Türen.

Die bestehende Heizungsanlage ist nicht in der Lage die Wärme in den Räumen ausreichend zu verteilen.
Die eingeblasene Warmluft hat gegenüber der im Raum befindlichen „Kaltluft“ eine geringere Dichte. Damit wird diese Warmluft sofort nach dem Verlassen der Warmluftaustritte nach oben steigen. Da die Abluftabsaugung sich ebenfalls oben befindet, kann sich keine Warmluftwalze im Raum ausbilden, sondern die Warmluft wird sich unterhalb der Decke sammeln und auf kurzem Wege zu den Abluftöffnungen strömen, ohne das Zimmer zu erwärmen.
Mit der bauseits gewählten Anordnung der Warmluftaustritte ist keine gleichmäßige Beheizung der Räume bzw. Vermeidung von „Fußkälte“ möglich. Eine Lösung kann nur die Verlegung der Warmluftaustritte von oben nach unten bringen.
Dabei ist zu überlegen, ob so eine Anordnung sinnvoll  ist.

Die wesentlichen Temperaturwerte zur IR Untersuchung sind in Tabelle enthalten.

Tabelle
Messblatt Thermogramm Raum Bauteil SP01[°C] SP02[°C]
001a IR_20090115_001 Wohnzimmer Decke 38.1 72.7
001b IR_20090115_001 Wohnzimmer Decke 26.4 23.7
005 IR_20090115_005 Wohnzimmer Decke 26.8 22.8
007 IR_20090115_007 Wohnzimmer Decke 28.1 23.6
009 IR_20090115_009 Wohnzimmer Decke 27.4 23.1
011 IR_20090115_011 Wohnzimmer Decke 24.7 22.6
013 IR_20090115_013 Wohnzimmer Decke 24.6 22.4
015 IR_20090115_015 Gästezimmer Schrägdach 34.2 26.4
019 IR_20090115_019 Gästezimmer Innenwand 28.8 24.2
021 IR_20090115_021 Gästezimmer Innenwand 30.5 26.1
023 IR_20090115_023 Kinderzimmer 2 Fenster/-Tür Giebel 13.1 22.0
027 IR_20090115_027 Kinderzimmer 2 oberhalb der Tür 34.1 27.5
029 IR_20090115_029 Kinderzimmer 2 Tür 30.1 23.9
031 IR_20090115_031 Kinderzimmer 1 Fenster/-Tür Giebel 14.2 18.9
033 IR_20090115_033 Kinderzimmer 1 Stempel/Giebel 16.8 22.0
035 IR_20090115_035 Gästezimmer Stempel/Giebel 15.9 21.5

Objektdaten
Emis. [--] 0.95 Emissiongrad des Messobjektes
Dist.[m] 3.0 m Distanz (etwa) zum Messobjekt
TRefl.[°C] 25.0 reflektierte Temperatur des Hintergrundes
TAtm.[°C] 22.5 Temperatur der Umgebungsluft
Trans.[--] 0.99 Transmissionsgrad der Atmosphäre
Hum.[--] 34% relative Luftfeuchte der Atmosphäre

Bei der Begehung des Gebäudes sind drei weitere Mängel aufgefallen.
1. Das Bad im OG besitzt außer einer elektrischen „Notheizung“ keinen eigenständigen Anschluss an das Heizsystem. Daher ist dieser Raum nicht normal beheizbar und bleibt damit kalt.
2. Im Kinderzimmer 2 befindet sich unten an der Fenstertür eine Wärmebrücke, die
bei normal beizten Räumen zu Tauwasserniederschlag führen kann.
3. Im Kinderzimmer 1 befindet sich unten an der Fenstertür eine Luftundichtigkeit
zwischen Blendrahmen und Baukörper.

 

Stellungnahme zur Infrarotthermografie über ein defektes  Heizsystem der Sicht eines Sachverständigen für Bauthermografie

Es liegen die Wärmebilder und Thermografien des Thermographiebüros vor. Sie werden von mir aus der Sicht eines Sachverständigen für Bauthermografie ausgewertet.

1. Im Kinderzimmer 2
und an den Außenwandecken sind ebenfalls größere Wärmebrücken festgestellt. In diesem Bereich befindet sich die Lage der Zwischendecke. Von außen ist bereits eine Änderung der Putzstruktur, eines Putzbandes, um das Haus verlaufend sichtbar. Dieses hier so genannte Putzband ist etwa 30 cm hoch, verläuft in Deckenebene und setzt sich vom Haus etwa 2 cm ab.
Um die Wärmebrücken an den Außenwandecken und den französischen Fenstern gleichzeitig abzustellen, müsste dieses Putzband weiter aufgedoppelt und vergrößert werden. Ich stelle mir vor, dass dieses noch einmal um etwa 30 cm nach oben, bis zur Unterkante der Fensteraußensohlbank und 30 cm nach unten verlängert wird. Die Aufdopplung müsste aus Styropor sein. Die Styroporplatten müssten eine Dicke von etwa 4 cm haben und später geputzt werden. Die Bauherren wären mit dieser Neugestaltung der Fassade einverstanden. Dies dient als Hinweis für Sie, die Mängelabstellung so kostengünstig wie möglich zu machen.

2. Unter Punkt 2 stellt der Thermograf
6 fest, dass es im Kinderzimmer 1 eine Luftundichtigkeit an der Fensterbank gibt.
Hier sollte von innen die Wand geöffnet werden. Die Anschlüsse zwischen Fenster, der Fensterleibung und an der Fensterbank sollten nochmals nachgeklebt werden.

3. Zur Heizung führt Ingenieurbüro Büchner generell an, dass sich die Luft nicht verteilt. Konkret verteilt sich die warme Luft nicht nach unten, weil auf Grund ihrer anderen Dichte eine „freiwillige“ Durchmischung nicht möglich ist. Eine Durchmischung und gleichmäßigere Temperatur wird nur dann erreicht, wenn die Eigentümerin mittels Handtuch die Luft persönlich selbst in jedem Raum einzeln verwirbelt!  Wie unvorstellbar, ja !!!

4. Die Ausblasöffnungen der Heizung sind auch oben über den Türen angelegt. Falls man nun auf den Gedanken kommen würde, die Ausblasöffnungen nach unten zu verlegen, so wird auch dies scheitern, da die Ausblastemperatur um 40° bis 60° C beträgt. An den unteren Ausblasöffnungen würde man sich verbrennen. Die Wohnung ist damit nicht brauchbar, also nur ein Sommerhaus.

5. Vom Eigentümer und Nutzer wird auch beklagt, dass in der Nacht die Anlage teilweise ausgeschaltet werden muss bzw. sich selbst ausschaltet, da sie Geräusche machen würde bzw. die Nachtabsenkung wirksam ist. Morgens ist es dann lediglich 17° C bis 19° C kühl. Es bedarf den Verlauft des ganzen Tages, bis es am Nachmittag dann schon auf behagliche 20° C oder 21° C kommt. Diese Temperatur wird nur dann erreicht, wenn die Eigentümerin mittels Handtuch die Luft persönlich selbst in jedem Raum einzeln verwirbelt.
Der Versuch die Gebläseleistung zu erhöhen scheiterte, da das Gebläse dann zu laut wird.

6. Da die Luftverteilung also nicht gewährleistet ist und hier auch nicht stattfinden kann, da die Regeln der Physik grob missachtet sind, ist das Heizsystem, so wie es hier ausgeführt wird, schlicht ungeeignet.
Ich bezeichne diese Heizung hier als einen Experimentalbau und die Eigentümer und Nutzer sind Opfer eines Experimentes geworden. Hier wurden die Regeln der Technik grob missachtet.

7. Wie meine Messungen zum Ortstermin ergaben, strömt die Luft mit einer Feuchtigkeit von 27 % bis 30 % aus. Die relative Luftfeuchtigkeit ist also unter 40 %. Werte von 60 % bis 40 % werden als behaglich angesehen. Das Normklima nach DIN 4108 liegt bei: 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit. (Sommer 60 % relative Luftfeuchtigkeit, Winter 40 % relative Luftfeuchtigkeit) 
Die Eigentümer haben auch schon Luftfeuchtigkeiten von um 20 % festgestellt.
Wie allgemein bekannt wird zu trockene Luft in der Klimatechnik abgelehnt. Sie führt zu Erkrankungen.

8. Ferner wird von den Auftraggebern bemängelt, dass die Heizung angeblich nur funktionieren würde, wenn die Türen geschlossen sind. Dies ist aber nicht praktikabel, denn bekannterweise stehen in einem Haus die Türen meist offen. In keiner Baubeschreibung und auch in keinem Verkaufsgespräch oder anderen Informationen wurde schriftlich dargelegt, dass die Türen geschlossen werden müssen. Lediglich ein Monteur sagte beim Versuch der Instandsetzung, dass die Türen immer geschlossen sein müssten. Hier stimmt die Realität nicht mit der geschuldeten Leistung überein.

9. Ebenfalls wurde angeblich im Verkauf suggeriert, dass die installierte Technik allergikerfreundlich sei. D. h. es wurde gesagt, dass durch das Filtersystem die Pollen zurückgehalten werden würden. Gleichzeitig wurde aber verschwiegen, dass die Luft so weit getrocknet wird, gekühlt wird, dass die Luft zu trocken wird. Damit steigt das Allergieproblem wieder an.
Damit ist ebenfalls der Nachweis erbracht, dass die geschuldete Leistung nicht erreicht wird.

10. Darüber hinaus gibt es Unklarheiten in der vorgefundenen Baubeschreibung der Heizung, welche Art Wärmetauscher eingebaut ist. In keiner Weise konnte ich feststellen, dass es sich hier um einen Erdwärmetauscher handelt. Ich meine damit, dass angesaugte Frischluft über Erdschichten auf etwa 12° C vorgewärmt wird, da in 3 m Tiefe etwa 12° C vorgefunden werden. Diese vorgewärmte Luft wird dann voraussichtlich durch den Wärmetauscher geschickt und kann dann den Wärmetauscher mit 16° C verlassen und in die Wohnräume hineingehen. Die erreichten 16° C bis zur Behaglichkeitstemperatur von 20° C bis 21° c müssten nachgeheizt werden.
Dies geschieht in der bestehenden Anlage auf elektrischem Wege mittels Wärmepumpe. Das System funktioniert nicht, weil die Temperaturen zu heiß sind und sich die Luft nicht vermischt.

 

Aus meiner Sicht als Sachverständiger ist das Heizsystem nicht sanierbar.
Es muss abgerissen bzw. stillgelegt werden.

10. Die Frage ist jedoch weiter, wie hier eine Beheizung der Räume erreicht werden kann?

Das Ingenieurbüro stellt darüber hinaus fest, dass das Bad nur mit elektrischem Gebläseheizkörper beheizbar ist. Folglich fehlt im Bad eigentlich eine Heizung. Es fehlt hier sogar die geschuldete Leistung, das zu installierende Heizsystem.
Als Lösungsvorschlag würde ich für möglich halten, dass das bestehende Heizsystem nur noch als Lüftungsanlage betrieben wird. Die Kühlung wird dabei ausgeschaltet. Damit entfällt das Problem der trockenen Luft.
Zusätzlich müsste ein herkömmliches traditionelles Heizsystem installiert werden.

Alternativen bieten auch Wandstrahlungsheizkörper, die auf Elektrobasis arbeiten, z.B. die Firma Redwell, siehe Anlage Strahlungsheizung.

Deshalb schlage ich vor, das Heizsystem durch ein Wandstrahlheizsystem auf Elektrobasis zu ergänzen.

Als einzige Frage im gerichtlichen Beweissicherungsverfahren stelle ich mir vor: Ist das Heizsystem nach den Regeln der Technik geplant und führt es zu ausreichender Behaglichkeit in allen Räumen?

Ende des Gutachtens

 

Einige technische Informationen zu Thermografie und Wärmebildern

Aus Wikipedia

de.wikipedia.org/wiki/Thermografie

Die Thermografie (auch Thermographie) ist ein bildgebendes Verfahren, welches Infrarotstrahlung sichtbar macht. Diese kann, unter gewissen Einschränkungen, als Temperaturverteilung interpretiert werden (siehe Wärmebildkamera Theorie) möglich sind:
Thermografisches Bild,
Wärmebild,
Bauthermografie: ungedämmte Außenwand,
Thermographiebild,
Thermografie an einer Photovoltaik - Anlage
defekter Kabelanschluss an einem Elektroschütz

Temperaturabhängigkeit der Schwarzkörperstrahlung
Eine Wärmebildkamera wandelt heutzutage die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarotlicht) eines Objektes oder Körpers auch aus
größerer Entfernung mit Hilfe von Spezialsensoren in elektrische Signale um, die durch Computer leicht verarbeitet werden können. Dadurch ist der
Temperaturmessbereich (Dynamikumfang) deutlich ausgeweitet worden, zudem lassen sich winzige Temperaturunterschiede feststellen. Heutzutage wird
Thermografie meist als Synonym für die Infrarotthermografie verwendet.

Prinzip
Jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes sendet Wärmestrahlung aus. Im Idealfall entspricht das Spektrum der
ausgesandten Strahlung dem eines Schwarzen Strahlers. Mit steigender Temperatur verschiebt sich das ausgesandte Spektrum zu kürzeren Wellenlängen.
Bei einigen hundert Grad Celsius beginnt der Körper schließlich zu glühen, so dass die erzeugte Strahlung auch für den Menschen sichtbar ist. Die
Thermographie wird bevorzugt im infraroten Bereich eingesetzt, also bei Objekttemperaturen, die im Bereich der gewöhnlichen Umgebungstemperaturen
liegen. Damit bei Messungen an weiter entfernt liegenden Objekten die Wärmestrahlung der zwischen Objekt und Kamera liegenden Atmosphäre die Messung nicht verfälscht wird, arbeiten die Kameras in der Regel in eingeschränkten Wellenlängenbereichen, in denen die Atmosphäre wenig Eigenstrahlung emittiert (und absorbiert). Ein solches „Fenster“ liegt beispielsweise im Bereich von etwa 8 bis 14 µm (siehe atmosphärische Gegenstrahlung / atmosphärisches Fenster).

Aufgebaut ist die Kamera im Prinzip wie eine normale elektronische Kamera für sichtbares Licht: Durch ein Objektiv mit Linse(n) wird ein Bild auf
einen elektronischen Bildsensor projiziert. Die Sensoren unterscheiden sich in Aufbau und Funktionsweise auch je nach zu detektierender Wellenlänge.
Es ist nicht möglich, mit herkömmlichen Filmen sehr langwellige Strahlung aufzunehmen.

Optik
Kameras für den Wellenlängenbereich von 8 bis 14 µm verwenden eine Optik aus Salzen wie Natriumchlorid (Kochsalz), Silbersalze oder aus Germanium.
Diese sind feuchteempfindlich oder sehr teuer.

Elektronische Bildsensoren
Es existieren verschiedene Verfahren, nach denen infrarote Bildsensoren funktionieren.
Bei sehr kurzen Wellenlängen um 800 nm kommen Siliciumsensoren zum Einsatz. Sie wandeln die Photonen über den photoelektrischen Effekt direkt in einen Photostrom um. Für Wellenlängen von 1 bis 2 µm (SWIR) verwendet man Indium-Gallium-Arsenid-Sensoren (InGaAs) oder Bleisulfid-Sensoren.Im Wellenlängenbereich 3-5 µm (MWIR) verwendet man hauptsächlich Indium-Antimon-Detektoren (InSb) und Cadmium-Quecksilber-Tellurid-Detektoren (MCT).
Ein Kaltfilter begrenzt dabei die Wellenlänge nach unten. Indium-Antimon-Detektoren mit entsprechenden Kaltfiltern bieten einen empfindlichen Spektralbereich von 1 bis 5 µm.Für den langwelligen Bereich von 8 bis 14 µm (LWIR) werden häufig Gallium-Arsenid-Quantentopf-Detektoren (QWIP) sowie Cadmium-Quecksilber-Tellurid-Detektoren verwendet. Mikrobolometerarrays, die die Strahlung über eine Erwärmung eines Sensorelements detektieren, sind für diesen Wellenlängenbereich ebenfalls gut geeignet. Gängige Materialien für Mikrobolometerarrays sind Vanadiumoxid (VOx) oder amorphes Silizium (a-Si).Damit die Eigenstrahlung der Kamera und des Detektors die Messung nicht beeinflusst, werden die nach dem photoelektrischen Effekt arbeitenden
Detektoren auf Temperaturen im Bereich um 70K gekühlt. Früher wurde für die Kühlung oft flüssiger Stickstoff oder Kohlenstoffdioxid verwendet,
moderne Kameras arbeiten meist mit Peltierelementen, sehr genaue Modelle für wissenschaftliche Anwendung dagegen auch mit Stirlingkühlern.
Diese Ausführungen sollten genügen, damit sie nicht auf die Idee kommen eine Thermografiekammera selber zu bauen.

Anwendungen
Die Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren, das heißt, es können auch extrem schnell laufende Verfahren (Explosionen, Verbrennungen
etc.) und Bewegungsabläufe erfasst werden. Mit Hilfe der Thermografie lassen sich Temperaturmessungen flächenförmig erfassen und darstellen (vgl.
dazu nur punktuelle Messungen mit dem Thermometer).Mit Thermografie bezeichnet man die Feststellung der Wärmeemission von Gegenständen, Maschinen, Häusern usw. Der Begriff findet auch in der Medizin Verwendung. Mit Hilfe der Thermografie kann ein genaues Bild über mögliche thermische Verluste oder bestehende Wärmequellen ermittelt werden. Dazu werden wärmeempfindliche Sensoren, Infrarotkameras und Luftströmungstests eingesetzt, die entsprechenden Daten erfasst und ausgewertet und die Ergebnisse meist computerisiert mit bestimmten Standardwerten verglichen. Ein wesentlicher Faktor für die Thermogramme ist der Emissionsgrad des zu untersuchenden Objekts: So strahlt eine Glasscheibe anders als der Fensterrehmen oder Putz.
Die Thermografie wird häufig für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (ZfP) von Materialien und Bauteilen eingesetzt. In der Regel wird das Prüfteil mittels einer Anregungsquelle gezielt erwärmt, so dass verborgene Defekte durch unterschiedliches thermisches Verhalten messbar werden. Zu den ZfP-Methoden zählen Puls-Thermografie, Lockin-Thermografie und thermoelastische Spannungsanalyse. Zur Durchführung dieser Methoden werden besonders schnelle und hochauflösende Infrarotkameras benötigt. Auf diese Weise lassen sich mit Hilfe der Sonnenstrahlung auch Wärmebilder von Häusern im Sommer erzielen.

Ein typisches Problem bei der praktischen Anwendung ergibt sich, wenn der zu untersuchende Körper von der Umgebung abgetrennt sein muss. In diesem
Fall ist ein Betrachtungsfenster notwendig. Typische Fenstermaterialien (Gläser, Kunststoffe) sind nur in begrenzten Wellenlängenbereichen ausreichend transparent.

Bauthermografie wird zur Überprüfung der einwandfreien Wärmedämmung von Gebäuden oder zum Aufspüren von Wärmebrücken eingesetzt. Damit lassen sich
Fehler in der Bauausführung eindeutig nachweisen, durch Fotos. Manchmal wird eine thermografische Untersuchung der Gebäudehülle mit einer Luftdichtheitsprüfung, dem Blower door Test verbunden.

Eine weitere Anwendung ist die thermografische Überprüfung elektrischer und elektronischer Bauelemente, wie heiße schalter oder Sicherungskästen.
Hierdurch können frühzeitig Fehlerquellen lokalisiert werden und Gefahren vermieden werden. Es können auch bedingt Gasausströmungen an Behältern und
Leckagen an Kellern und Fußbodenheizungen festgestellt werden.

Normen für die Thermografische Prüfung

Deutsches Institut für Normung (DIN)
DIN 54162, Zerstörungsfreie Prüfung - Qualifizierung und Zertifizierung von Personal für die thermografische Prüfung - Allgemeine und spezielle

Grundlagen für Stufe 1, 2 und 3
DIN 54190-1, Zerstörungsfreie Prüfung - Thermografische Prüfung - Teil 1: Allgemeine Grundlagen
DIN 54190-2, Zerstörungsfreie Prüfung - Thermografische Prüfung - Teil 2: Geräte
DIN 54190-3, Zerstörungsfreie Prüfung - Thermografische Prüfung - Teil 3: Begriffe
DIN 54191, Zerstörungsfreie Prüfung - Thermografische Prüfung elektrischer Anlagen
E DIN 54192, Zerstörungsfreie Prüfung - Aktive Thermografie
ISO 6781, Thermal insulation - Qualitative detection of thermal irregularities in building envelopes - Infrared method
ISO 18434-1, Condition monitoring and diagnostics of machines - Thermography - Part 1: General procedures
ISO 18436-7, Condition monitoring and diagnostics of machines - Requirements for qualification and assessment of personnel - Part 7: Thermography

DIN EN 13187, Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden - Nachweis von Wärmebrücken in Gebäudehüllen - Infrarot-Verfahren

International Organization for Standardization (ISO)

Beratung zu Wärmebildern, Thermografie Blower door Test in Südbayern & Baden Württemberg Bauexperte Schmalfuß

 

Wärmebildkamera
Eine Wärmebildkamera (auch als Thermografie-, Thermal-, oder Infrarotkamera, oder beim Militär Wärmebildgerät bezeichnet) ist ein bildgebendes Gerät ähnlich einer herkömmlichen Kamera, das jedoch Infrarotstrahlung empfängt.

Diese Ausführungen sollten genügen, damit Sie verstehen, dass dieses Verfahren den Spezialisten vorbehalten ist. Sie sollten nicht auf die Idee kommen, eine Thermografie selber machen zu wollen.

Oft ist es sinnvoll eine Thermografie mit einem zusätzlichem Test auf Luftströmungen zu verbinden:
Bei diesem Test, dem Blower-Door-Test werden laienhaft ausgedrückt die Verluste an Zugluft gemessen.

MUSTER Erklärung zu einer Thermografie:

Farben auf Thermografieaufnahmen
Am rechten Bildrand der Thermografieaufnahmen befindet sich eine Temperaturskala, in der jeder
Temperatur eine Farbe zugeordnet ist. Für den Farbverlauf (hier Palette „Regenbogen“) der
Thermografieaufnahmen gilt im Falle von Außenaufnahmen:
weißer Bereich:
zeigt sehr hohe Wärmeabstrahlung in Abhängigkeit von der Temperatur an.
rot/gelb/grüner Bereich:
zeigt mittlere bis erhöhte Wärmestrahlung in Abhängigkeit von der Temperatur an.
blau/lila/schwarzer Bereich:
zeigt mittlere bis geringe Wärmestrahlung in Abhängigkeit von der Temperatur an.

Bauteile, die nur bedingt thermografiert werden können
Generell lassen sich Gebäude aller Art thermografisch untersuchen. Ob die Wärme-abstrahlung
messbar und auch verwertbar ist, hängt in den folgenden Fällen stark vom baulichen Zustand des
Gebäudes und der Aufnahmesituation ab.
Steildächer bzw. geneigte Dächer
Über die Dachflächen können bei Außenaufnahmen nur bedingt Aussagen zur Wärmeabstrahlung
gemacht werden. Der Grund: Die Hinterlüftung der Dachziegel mit Außenluft unterbricht den
Wärmestrom durch das Bauteil und lüftet sozusagen die Wärme unter den Dachziegeln weg. Die
Farbgebung von Dachflächen auf der Aufnahme ist daher in diesen Fällen dunkelblau bis schwarz und
regelmäßig.

Fenster und Glasflächen
Die Wärmeabstrahlung von Fenstern ist nur teilweise verwertbar, da die Verglasung aufgrund ihrer
glatten Oberfläche Wärmeabstrahlungen anderer Objekte spiegeln kann (Nachthimmel,
Straßenbeleuchtung, Bäume, etc.). Weiter spielt der Aufnahmewinkel eine große Rolle. Je größer der
Winkel zum untersuchten Fenster, desto geringer ist die Aussagekraft der Aufnahme. Gute Aufnahmen
ergeben sich häufig auf horizontaler Ebene mit geringem Abstand zum Fenster.
Vorhangfassaden, Vorbauten, Bepflanzung am Haus
Analog zu Dachflächen sind hinterlüftete Vorhangfassaden nur bedingt thermografierbar; gleiches gilt für
Bauteilen mit Bepflanzungen, z.B. Efeu, Wein o.ä. Unbeheizte Bereiche wie Wintergärten oder Garagen
führen auf Grund der deutlich geringeren Temperaturdifferenzen innen/außen zu einer eingeschränkten
Verwertbarkeit der Thermografieaufnahmen.

Wärmebrücken
Wärmebrücken sind Bereiche mit lokal höherer Oberflächentemperatur und können punktuell, linear
oder flächig auftreten. Sie zeigen sich auf den Aufnahmen häufig als helle Bereiche (je nach
verwendeter Farbpalette). Typische Wärmebrücken sind unter anderem auskragende Balkonplatten,
Gebäudeaußenecken, Fensterstürze, Heizkörpernischen und einbindende Geschossdecken.
Mögliche Sanierungsmaßnahmen
Wurden die Fassade, das Dach oder Fernster des Gebäudes bei der Bewertung negativ eingestuft,
sollten Sanierungsmaßnahmen geprüft werden. Erste Informationen und Tipps zur energetischen
Sanierung finden Sie auf www.effizienzhaus-berater.com für eine konkrete Bewertung im Einzelfall sollte ein
unabhängiger Energieberater vor Ort hinzugezogen werden.

Außenwände:
Wurden die Außenwände negativ bewertet, ist zu klären, welchen Aufbau und welchenWärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) die Außenwand hat, ob die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz gegeben sind und ob insbesondere an den vorhandenen Wärmebrücken wie einbindenden Bauteilen die Gefahr eines Tauwasserausfalls mit eventueller Schimmelpilzbildung besteht. Bei einer energetischen Sanierung von außen ist gem. EnEV 2009 ein maximaler U-Wert von 0,24 W/m2K zulässig.

Fenster, Türen:
Wurden die Fenster und/oder Außentüren negativ bewertet, ist zu klären, ob im Rahmen der Sanierung
eine Bauteiloptimierung möglich oder ein Austausch sinnvoll ist. Bei einem Fensteraustausch ist gem.
EnEV 2009 ein maximaler Uw-Wert von 1,3 W/m2K zulässig. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet
werden, dass der U-Wert des sanierten Fensters nicht besser ist als der U-Wert der Außenwand. Für
den Fenstereinbau gelten besondere Anforderungen hinsichtlich Lastabtragung, Wetterschutz,
Thermografie-Dokumentation werden, dass der U-Wert des sanierten Fensters nicht besser ist als der U-Wert der Außenwand.
Für den Fenstereinbau gelten besondere Anforderungen hinsichtlich Lastabtragung, Wetterschutz,
umlaufende Anschlussfugendämmung sowie Luftdichtheit. Werden mehr als 1/3 der Fenster einer
Nutzungseinheit (i.d.R. die Wohnung) ausgetauscht, ist im Rahmen der Sanierungsplanung die
Erfordernis lüftungstechnischer Maßnahmen zur Sicherstellung des hygienisch erforderlichen
Mindestluftwechsels rechnerisch zu prüfen.

Schwachstelle Rollladenkasten
In die Außenwand integrierte Rollladenkästen stellen im Gebäudebestand eine besondere
Schwachstelle dar. Sie sollten nachträglich dreiseitig und an den Stirnseiten bestmöglich gedämmt und
luftdicht ausgeführt werden.
Alternativ kann bei einem geplanten Fensteraustausch der gleichzeitige Austausch des vorhandenen
ungedämmten Einbaurollladenkastens gegen einen dem EnEV-Standard entsprechenden
Aufsetz-Rollladenkasten oder einen Vorbau-Rollladenkasten geprüft werden.

Dach über beheizten Räumen:
Wurde das Dach über beheizten Gebäudebereichen negativ bewertet, ist zu klären, welchen Bauteilaufbau
und welchen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) die vorhandene Dachkonstruktion hat, ob die
Anforderungen an den Mindestwärmeschutz gegeben sind und ob insbesondere an den vorhandenen
Wärmebrücken wie einbindenden Bauteilen die Gefahr eines Tauwasserausfalls mit eventueller
Schimmelpilzbildung besteht. Bei einer energetischen Sanierung eines geneigten Daches ist gem. EnEV
2009 ein maximaler U-Wert von 0,24 W/m2K zulässig, bei einem Flachdach ein maximaler U-Wert von 0,20
W/m2K. Um Wohnräume, besonders unter dem Dach, vor Überhitzung zu schützen, sollte der eingesetzte
Dämmstoff durch seine Wärmespeicherfähigkeit die Aufheizung von außen nach innen bestmöglich
verzögern: Bei der Auswahl des Dämmstoffes ist daher neben dem "Winterlichen Wärmeschutz" auch der
"Sommerliche Wärmeschutz" zu beachten. Neben der Anforderung an den maximalen U-Wert fordert die
EnEV für eine energetische Dachsanierung ein Luftdichtheitskonzept. Hierbei ist im Rahmen der
Sanierungsplanung die Erfordernis lüftungstechnischer Maßnahmen zur Sicherstellung des hygienisch
erforderlichen Mindestluftwechsels rechnerisch zu prüfen. Die durch die nachträgliche Wärmedämmung
und den Innenausbau eingebaute Zusatzlast wirkt sich immer auf die Statik aus, so dass es wichtig ist, im
Rahmen der Sanierungsplanung auch die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion rechnerisch prüfen und ggf.
neu nachweisen zu lassen.

Unbeheizter Dachboden
Wird der Dachboden nicht beheizt und ist ein Ausbau nicht vorgesehen oder möglich, so kann alternativ zur
Dämmung der Dachschrägen die oberste Geschossdecke begehbar oder nicht begehbar gedämmt
werden. Zu beachten ist hier ebenfalls die Planung und fachgerechte Ausführung der Luftdichtheitsebene.
Die EnEV schreibt grundsätzlich , d.h. auch ohne weitere geplante Sanierungsmaßnahmen, für alle
obersten Geschossdecken, die nicht den Mindestwärmeschutz aufweisen, verbindlich eine nachträgliche
Dämmung bis zum 31.12.2011 auf einen maximalen U-Wert von 0,24 W/m2K vor.
Abschließender Hinweis zum Thermografiebericht
• Der Thermografiebericht dient zur Orientierung des Auftraggebers über mögliche energetische
Schwachstellen an der Gebäudehülle.
• Auf Grund der eingeschränkten Aufgabenstellung (thermografische Außenaufnahmen ohne
Inaugenscheinnahme des Gebäudes von innen) ist eine ganzheitliche Beurteilung festgestellter
Schwachstellen nicht möglich.
• Der Thermografiebericht kann als ergänzende Schwachstellenanalyse im Rahmen der
Sanierungsplanung verwendet werden, eine ganzheitliche Gebäude-Energieberatung jedoch nicht
ersetzen. Absolute Wärmeverluste oder Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) können aus den
Aufnahmen nicht abgeleitet werden.
• Der Thermografiebericht kann nach einer durchgeführten Sanierung als Schwachstellenanalyse zur
Qualitätssicherung verwendet werden
• Die Thermografieaufnahmen sind nicht gleichzusetzen mit einer thermografischen Untersuchung des
Gebäudes entsprechend DIN EN 13187 sowie der Richtlinie des VATh.

Wie geht es weiter?
Der Thermografiebericht zeigt energetische Schwachstellen an der Gebäudehülle auf ?
Dann empfiehlt energiewelt.de folgende weitere Vorgehensweise:
Die Thermografie wurde zur Orientierung durchgeführt:
Das können Sie zunächst selber tun: Prüfen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, ob im
Gebäudeinnenbereich an der aufgezeigten energetischen Schwachstellen Feuchteprobleme,
Schimmelpilzbefall oder bauliche Mängel wie abblätternde Farbe oder Hohlstellen im Wandputz
vorliegen.
Lassen Sie anschließend von einem unabhängigen Energieberater im Rahmen einer Objektbegehung
mögliche Gründe für die energetischen Schwachstellen prüfen, wie diese zu bewarten sind, ob
Sanierungsbedarf besteht, welche sinnvollen und wirtschaftlichen Sanierungsmaßnahmen hierfür ggf. in
Frage kommen und mit welchen Kosten abgeschätzt zu rechnen ist.
Das passende Beratungsprodukt: Energieberatung Kompakt
anzufragen auf www.effizienzhaus-berater.com

Die Thermografie wurde zur ergänzenden Schwachstellenanalyse durchgeführt:
Lassen Sie sich von Ihrem Energieberater/Sanierungsplaner Zusammenhänge zwischen den
thermografisch aufgezeigten und bereits bekannten oder vermuteten Schwachstellen aufzeigen sowie
aus dem Thermografiebericht eventuell abzuleitende Konsequenzen für die Sanierungsplanung
erläutern.
Nutzen Sie im Sanierungsfall eine unabhängige Baubegleitung zur Planungsunterstützung und
Qualitätskontrolle, für eine sinnvolle, effiziente und dauerhaft schadenfreie Sanierung.
Das passende Produkt: Baubegleitung anzufragen auf www.effizienzhaus-berater.com

Die Thermografie wurde zur Qualitätskontrolle durchgeführt:
Sprechen Sie mit dem Fachhandwerker den Thermografiebericht durch und fordern Sie ihn auf,
aufgezeigte energetische Schwachstellen auf eine mangelhafte Planung und Ausführung hin zu prüfen
sowie hierbei festgestellte Mängel im Rahmen der werkvertraglichen Pflichten unverzüglich
nachzubessern.
Dipl.-Ing. Basir Rahmaty

 

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